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+++ 23.11.2007 Bestellungen für den Günter-Rössler-Kalender 2008 bitte formlos per Mail an DAS MAGAZIN (siehe Kontakt) oder Telefon: 030/ 48496230. Das gute Stück kostet 36 Euro zzgl. 6 Euro Versand. Adresse und gwünschte Zahlunsgweise bitte angeben. +++
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Musik
Sänger vor der Kamera
Christine Berger betreut die monatliche Musikkolumne. Sie ist mit Bach und Deep Purple großgeworden und vergleicht ihren Musikgeschmack jetzt gern mit dem ihrer heranwachsenden Töchter. - Das Thema diesmal: seltene Multitalente
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| Schauspieler sind sich selber selten genug. Die einen produzieren nebenbei Salatsoßen (Clint Eastwood), die anderen eröffnen eine Saftbar (Esther Schweins) oder betreiben einen Club (Ben Becker). Eine ganze Reihe aber singt auch. Bestes Beispiel in der Vergangenheit war Hildegard Knef (»Für dich soll’s rote Rosen regnen«), deren Lieder in den 1960er Jahren fast berühmter waren als ihre filmischen Leistungen. In der G
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| Solodebüt |
| | Pat Appleton | | »What’s next?«
(Stereo Deluxe)
Gemein wäre zu sagen sie hätte eine Schlafzimmerstimme. Pat Appleton singt so betörend, und doch ist sie kein Heimchen am Bandherd, sondern ein Talent, das mit diesem Album ihre erste Solo-Produktion vorlegt. Bekannt wurde die Wahlberlinerin 1999 mit dem Heidelberger Bossa-
Jazz-Soul-Kollektiv »De-Phazz«. Der u.a. von ihr stammende Song »Mambo Craze« klang in Europa erfolgreich aus den Boxen und füllt noch heute ihr Portemonnaie. Die Tochter eines
Architekten aus Liberia und einer Rheinländerin wollte Sängerin werden, seit sie mit drei Jahren erstmals die ZDF-Hitparade sah. Später wuchs sie in der Heimat des Vaters auf, mit 18 kam sie nach Deutschland zurück, um Politikwissenschaften zu studieren. Glücklicherweise spielte sie nebenbei in einer Band und blieb ihrem eigentlichen Wunsch treu. So viel Leidenschaft und Mut für neue Klänge steht dem deutschen Jazz mehr als gut.
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| Orientpop |
| | Karuan | | »pop arif«
(Sunshine Enterprises)
Ein Wiener, Sohn kurdischer Eltern, auf dem Weg zurück zu seinen Wurzeln: Er verknüpft melodischen Pop mit orientalischer Folklore. Ein warmer Klangteppich aus Flöten, Gitarren, Schlaginstrumenten und Stimmen, die – leider – auf Englisch singen. Den Rhythmus gibt auf
allen Tracks ein Händeklatschen vor, wie es in kurdischen Dörfern üblich ist. Hommage an Mohamed Arif, er war einer der ersten populären kurdischen Musiker. Doch der Sound ist elektronisch, alles arrangiert, und Karuan entführt in eine Traumwelt, die es so nicht gibt. Das Mädchen, das einsam vor sich hin tanzt, die Weite der Steppenlandschaft, schöne Bilder eröffnen sich nicht nur auf dem Cover des neuen Albums. Schön zu hören, auch oder gerade für
Mitteleuropäer.
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| Acid Jazz |
| | Road | | »Can’t talk«
(Stereo Deluxe)
Ein äußerst professioneller Groove empfängt den Hörer. Hier wird schon beim ersten Ton deutlich, dass diese Musiker aus London ihr Handwerk verstehen. Und manches kommt einem bekannt vor – vielleicht, weil einstige Berühmtheiten wie das Ex-Galliano-Bandmitglied D. »Boo« Gallagher mitspielen. Und so klingt es, als sei eine Acid Jazz Formation mit Latin und Brasil gedopt worden. Drei Sänger, Terry Callier, Earl Zinger und Valerie Etienne, ergänzen den dichten Instrumentalsound mit dem Temperament tiefer, klangvoller Stimmen und füllen das einst so coole Genre mit Licht und Wärme.
Weltmusik und der globale Mix der Klänge hat hier die Musik der 90er Jahre erreicht und möbelt sie hübsch auf. Sieben ein wenig in die Jahre gekommene Musiker arbeiten auf ihrem Debütalbum die jüngste Musikvergangenheit auf. Eine schöne Fortsetzung der fast vergessenen Hitrichtung Acid Jazz. | |
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Ausgabe 12/2007 ab sofort an Ihrem Kiosk |
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